Flug­platz­ord­nung

Regeln für einen sicheren Flugbetrieb

Die Flug­platz­ord­nung re­gelt den Mo­dell­flug­be­trieb auf un­se­rem Ver­eins­flug­platz in Leip­zig-Holz­hau­sen. Sie gilt für Mit­glie­der, Gast­flie­ger und Ta­ges­mit­glie­der.

Vor dem Flug­be­trieb müs­sen die ge­setz­li­chen Vor­ga­ben, die Ver­si­che­rungs­an­for­de­run­gen, die Platz­re­geln und die Ein­tra­gung in das Mo­dell­flug­buch be­ach­tet wer­den.

Flug­platz­ord­nung her­un­ter­la­den

Kurz­über­blick

Das Wichtigste auf einen Blick

Die fol­gen­de Über­sicht er­setzt nicht die voll­stän­di­ge Flug­platz­ord­nung, hilft aber da­bei, die wich­tigs­ten Punk­te schnell zu er­fas­sen.

Gastflieger

Flug­be­trieb durch Nicht­mit­glie­der ist nur mit Ge­neh­mi­gung, An­mel­dung, Ein­wei­sung und aus­rei­chen­der Haft­pflicht­ver­si­che­rung mög­lich.

Versicherung

Alle Teil­neh­mer am Flug­be­trieb müs­sen eine gül­ti­ge Haft­pflicht­ver­si­che­rung be­sit­zen.

Modelle

Zu­ge­las­sen sind Flug­mo­del­le bis zu ei­nem höchst­zu­läs­si­gen Ge­samt­ge­wicht von 25 kg.

Flugzeiten

Der Flug­be­trieb ist täg­lich von 8 bis 20 Uhr er­laubt. Für Ver­bren­ner und Tur­bi­nen gel­ten zu­sätz­li­che Zeit­fens­ter.

Flugbuch

Vor Auf­nah­me des Flug­be­triebs ist ein voll­stän­di­ger Ein­trag in das Mo­dell­flug­buch not­wen­dig.

Flugleiter

Bei gleich­zei­ti­gem Flug­be­trieb von mehr als drei Mo­del­len ist ein Flug­lei­ter ein­zu­set­zen.

Voll­stän­di­ge Ord­nung

Flugplatzordnung des Modellflugverein Leipzig-Holzhausen e.V.

Fas­sung vom 31. Ja­nu­ar 2015.

1

Nutzung durch Nichtmitglieder

Die Be­nut­zung des Ver­eins­flug­plat­zes durch Nicht­mit­glie­der ist nur mit Ge­neh­mi­gung ei­nes Mit­glie­des un­ter Ein­hal­tung der ge­setz­li­chen Be­stim­mun­gen mög­lich.

Der Flug­be­trieb als Ta­ges­mit­glied darf nur nach vor­he­ri­ger An­mel­dung, Zah­lung der Ta­ges­mit­glied­schafts­ge­bühr und Ein­wei­sung in die Platz­re­geln auf­ge­nom­men wer­den. Die An­mel­dung kann bei je­dem Mit­glied am Platz oder beim Vor­stand vor­ge­nom­men wer­den.

2

Haftpflichtversicherung und Funkanlage

Alle Teil­neh­mer am Flug­be­trieb müs­sen im Be­sitz ei­ner gül­ti­gen Haft­pflicht­ver­si­che­rung nach § 102 LuftV­ZO und ei­ner Funk­an­la­ge ent­spre­chend gel­ten­der Vor­schrif­ten sein.

3

Zugelassene Flugmodelle, Lärm und Turbinenbetrieb

Zu­ge­las­sen zum Flug­be­trieb sind Flug­mo­del­le mit ei­nem höchst­zu­läs­si­gen Ge­samt­ge­wicht von bis zu 25 kg, mit und ohne ei­ge­nen An­trieb. Aus­ge­nom­men sind Frei­flug­mo­del­le und Mo­del­le mit Ra­ke­ten­an­trieb.

Flug­mo­del­le mit Ver­bren­nungs­mo­to­ren müs­sen mit wirk­sa­men, funk­ti­ons­tüch­ti­gen Schall­dämp­fern aus­ge­rüs­tet sein und dem neu­es­ten tech­ni­schen Ent­wick­lungs­stand ent­spre­chen.

Schall­pe­gel­gren­zen:
Kol­ben­mo­to­ren: 83 dB(A) / 25 m
Tur­bi­nen­trieb­wer­ke: 95 dB(A) / 25 m

Der Be­trieb die­ser Mo­del­le ist zum Nach­weis der Ein­hal­tung der Vor­ga­ben nur mit ei­nem ak­tu­ell gül­ti­gen und mit­zu­füh­ren­den Lärm­pass er­laubt.

Tur­bi­nen dür­fen nur in Ver­bin­dung mit ei­ner elek­tro­ni­schen Kon­troll­ein­heit be­trie­ben wer­den. Vor In­be­trieb­set­zung der Tur­bi­ne muss ein ge­eig­ne­ter Feu­er­lö­scher in un­mit­tel­ba­rer Reich­wei­te zur Ver­fü­gung ste­hen. Test­läu­fe oder In­be­trieb­set­zun­gen dür­fen nicht im Park- und Auf­ent­halts­raum statt­fin­den.

4

Erlaubte Aufstiegszeiten

Er­laub­te Auf­stiegs­zei­ten: täg­lich von 8 Uhr bis 20 Uhr.

Für Flug­mo­del­le mit Ver­bren­nungs­mo­to­ren oder Tur­bi­nen­trieb­wer­ken gel­ten in­ner­halb die­ses Zeit­raums:
Werk­tags: 8 bis 20 Uhr
Sonn- und Fei­er­tags: 9 bis 13 Uhr und 15 bis 19 Uhr
Je­doch ma­xi­mal bis Son­nen­un­ter­gang
5

Modellflugbuch und Einhaltung der Platzregeln

Vor Auf­nah­me des Flug­be­triebs ist durch je­den Flug­mo­dell­steue­rer ein voll­stän­di­ger Ein­trag in das aus­lie­gen­de Mo­dell­flug­buch vor­zu­neh­men.

Mit sei­ner Un­ter­schrift be­stä­tigt der Flug­mo­dell­steue­rer sein Ein­ver­ständ­nis und die Ein­hal­tung der im Mo­dell­flug­buch aus­lie­gen­den so­wie im Ver­eins­con­tai­ner aus­ge­häng­ten ak­tu­el­len Flug­platz­ord­nung.

Ohne Ein­trag und Un­ter­schrift im Mo­dell­flug­buch ist der Flug­be­trieb auf dem Ver­eins­ge­län­de aus­drück­lich un­ter­sagt. Even­tu­el­le Vor­komm­nis­se sind un­ver­züg­lich dem Vor­stand zu mel­den.

Beim Be­trieb von 35 MHz und meh­re­rer Flug­mo­del­le ist zur Fre­quenz­kon­trol­le die Ka­nal­ta­fel zu be­nut­zen. Bei Ka­naldop­pel­be­le­gun­gen sind die be­tref­fen­den Sen­der an ei­nem zen­tra­len Platz ab­zu­le­gen.

6

Flugleiter

Bei gleich­zei­ti­gem Flug­be­trieb von mehr als drei Mo­del­len ist ein Flug­lei­ter ein­zu­set­zen. Der Flug­lei­ter hat den Mo­dell­flug­be­trieb zu über­wa­chen und bei Zu­wi­der­hand­lun­gen ord­nend ein­zu­grei­fen.

Wäh­rend der Flug­lei­ter­tä­tig­keit darf der Flug­lei­ter selbst kein Mo­dell steu­ern. Den An­ord­nun­gen des Flug­lei­ters ist Fol­ge zu leis­ten.

Wei­ter­hin ist ein Ein­trag im Mo­dell­flug­buch vor­zu­neh­men, in dem die zeit­li­che Über­nah­me und Ab­ga­be der Funk­ti­on des Flug­lei­ters so­wie alle Un­re­gel­mä­ßig­kei­ten wäh­rend des Flug­be­triebs auf­zu­füh­ren sind.

7

Sichtflug, Ausweichpflicht und Flughöhe

Die Flug­mo­del­le müs­sen wäh­rend des ge­sam­ten Flu­ges stän­dig vom Pi­lo­ten be­ob­ach­tet wer­den. Sie ha­ben an­de­ren be­mann­ten Luft­fahr­zeu­gen stets aus­zu­wei­chen.

Ma­xi­ma­le Flug­hö­he: 300 m GND
8

Erste Hilfe

Der Flug­be­trieb darf nur in An­we­sen­heit ei­ner Per­son durch­ge­führt wer­den, die an ei­ner Ers­te-Hil­fe-Aus­bil­dung teil­ge­nom­men hat.

Es muss eine Ers­te-Hil­fe-Aus­rüs­tung zur Ver­fü­gung ste­hen, die der vor­ge­schrie­be­nen Aus­rüs­tung im Pkw ent­spricht.

9

Sicherheit und Rücksichtnahme

Je­der Mo­dell­flie­ger hat sich so zu ver­hal­ten, dass die öf­fent­li­che Si­cher­heit und Ord­nung, ins­be­son­de­re an­de­re Per­so­nen und Sa­chen so­wie die Ord­nung des Mo­dell­flug­be­trie­bes, nicht ge­fähr­det oder ge­stört wer­den.

Das An­flie­gen von Per­so­nen und Tie­ren so­wie das Über­flie­gen von Per­so­nen­grup­pen, Fahr­zeug­ab­stell­plät­zen und des Brei­te­wegs ist un­ter­sagt.

10

Start- und Landeflächen

Wäh­rend des Start- und Lan­de­vor­gangs müs­sen die Start- und Lan­de­flä­chen frei von un­be­fug­ten Per­so­nen und be­weg­li­chen Hin­der­nis­sen sein.

11

Parken

Das Ab­stel­len der Pkw ist nur auf dem Park­platz ge­stat­tet. Aus­nah­men sind nur mit Ge­neh­mi­gung des Vor­stan­des mög­lich.